20160121-barley klDie neue SPD-Generalsekretärin Katarina Barley war gestern zum „Antrittsbesuch“ in der Landeshauptstadt. „Ich bin sehr angetan von Magdeburg“, sagte sie am Schellheimerplatz. „Hier gibt es wirklich schöne Ecken.“

Gemeinsam dem SPD-Stadtvorsitzenden und Landtagskandidaten Falko Grube besuchte Barley das Familienzentrum Emma des Spielwagen e.V. „Ich wollte, dass Katarina Barley ein vielfältigen Eindruck vom Engagement in Magdeburg bekommt“, sagte Grube. Der Spielwagen e.V. hat sich die Förderung eines kinder- und jugendgerechten Lebens in der Stadt auf die Fahnen geschrieben. Er ist im Stadtgebiet in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit und in der Schulsozialarbeit, aber auch in anderen Projekten z.B. bei der Integration von Flüchtlingen aktiv.

„Das Thema Integration wird uns auch hier in Magdeburg in den nächsten Jahren beschäftigen. Aber bei allen Konzepten muss es vor allem Menschen geben, die integrieren wollen, die sich mit den Flüchtlingen beschäftigen und die ihnen helfen, sich hier zurecht zu finden“, so Grube.

Ralf Weigt vom Spielwagen e.V. schilderte die Erfahrungen aus verschiedenen Projekten des Vereins. „Es gibt viele Menschen, die sich engagieren. Das Interesse daran, Teil von Veränderung zu sein, ist groß.“ Dabei forderte er einen differenzierten Umgang mit Flüchtlingen. „Die Betrachtung ganzer Gruppen nach Herkunftsstaaten ist im Einzelfall ungerecht. Neben dem Asyl müssen für Einwanderung wie in anderen Ländern Voraussetzungen geschaffen werden. Und am Ende ist Integration eine Arbeit von zwei Seiten. Das muss mehr kommuniziert werden." Barley verwies darauf, dass für gesetzliche Lösungen eine differenzierte Diskussion notwendig sei. Das sei in der gegenwärtigen Debatte nur schwerlich gegeben.